WSUS und Windows 10 – November 2015 Update

Bisher waren Administratoren in Bezug auf die Upgrades von Windows 7 und 8 PCs auf das neue Windows 10 fein raus. Das lag daran, dass Microsoft das/die Updates mit dem berüchtigten GWX (Get Windows 10) Icon im Tray nicht über WSUS verteilte (oder ich eine Kombination Produkt/Klassifizierungen gefunden hatte, welche das verhinderte). Alle anderen Admins und Benutzer mussten sich immer wieder damit beschäftigen, weil Microsoft dieses Update KB3035583 jeden Monat wieder veröffentlicht und damit potentiell Gefahr läuft den Weg auf den PC zu finden. Das Problem hat man natürlich nur, wenn man Windows 10 nicht möchte.

Wie aber bekommen Windows 10 PCs im Firmenumfeld die großen Upgrades in einem WSUS Umfeld. Ohne zutun des WSUS-Administrators gar nicht. Microsoft hat einen WSUS-Patch (Hotfix) veröffentlicht, der den WSUS um die Funktionalität erweitert, Windows 10 Feature Updates verteilen zu können. Diesen WSUS-Patch findet Ihr hier bei Microsoft: https://support.microsoft.com/en-us/kb/3095113 

Erste augenfällige Änderung: Windows 10 Clients werden endlich nicht mehr als „Windows Vista“ erkannt sondern als „Windows (Version 10.0)

W10vsVista W10

Um die zukünftig von Microsoft veröffentlichten Feature Updates für Windows zu bekommen, muss man im WSUS unter Produkte/Klassifizierungen den durch den WSUS-Patch neu hinzugekommenen Punkt Upgrades markieren.

WSUS_Classification_Upgrades

Erst mit diesen Einstellungen im WSUS werden die Feature Updates von Windows zukünftig über WSUS verteilt werden können.

Achtung Fallstrick

Nach meinem heutigen routinemäßigen Blick in unseren WSUS habe ich gesehen, dass Microsoft gestern das Windows 10 November Update mit dem ersten großen Feature Update für WSUS bereitgestellt hat, war aber verwundert, dass in der Spalte „Anzahl benötigt“ 5 PCs gelistet waren, obwohl bisher erst ein PC (mein Notebook) mit Windows 10 versorgt ist!

W10FeatureUpdateKB3012973

Durch die oben beschriebenen Einstellungen hat Microsoft jetzt also einen Weg geschaffen um ältere Windows Versionen auch in einem WSUS-Umfeld auf Windows 10 zu bringen. Hier gelten natürlich die gleichen Voraussetzungen (kurz: Es darf keine Windows Version aus einem Volume Licencing Programm von MS sein) wie beim Windows Upgrade für Privatanwender. Ob Eure Windows Version für das Upgrage berechtigt ist, könnt Ihr mit dem Befehl „slmgr /dli“ prüfen. Wenn hier Retail auftaucht, ist die Windows Installation für das kostenlose Upgrage berechtigt. Dies trifft i.d.R. auf alle vorinstallierten PCs mit Windows zu.

Wenn man nun keine WSUS Computergruppen für die einzelnen Windows Versionen hat, läuft man beim genehmigen des Updates Gefahr, dass PCs ungewollt das Upgrade auf Windows 10 machen und die Benutzer u.U. an der Arbeit gehindert werden, weil sie auf die Fertigstellung des Upgrades warten. Also Augen auf beim Update genehmigen!

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