Neue Haustür, warmer Flur? Nur fast.

Nach fast 8 Jahren im Haus, haben wir uns entschlossen unsere Haustür gegen eine neue zu ersetzen. Die alte Türe war bestimmt so alt wie das Haus, und das hat dieses Jahr immerhin seinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Bereits im letzten Jahr hatten wir uns schon eine ganze Reihe von Angeboten machen lassen. Gewonnen hat schlussendlich ein örtlicher Fenster- und Türbauer, der uns von einem in der Nachbarschaft wohnenden Architekten empfohlen wurde. Nicht nur preislich konnte der örtliche Handwerker überzeugen, auch technisch überzeugte uns die Tür. Von anderen Fenster- und Türbauern wurden und Türen mit 2 Dichtungsebenen angeboten. Wenn ich mich nicht recht täusche war sogar eine noch schlechtere Tür dabei. Unsere Wunschtüre kam dagegen mit gleich vier Dichtungsebenen daher. Preislich stimmte es auch, also warum noch warten?

Gewartet haben wir dann doch noch ein Jahr, und so wurde die neue Haustüre erst in diesem Frühjahr bestellt. Natürlich nicht mehr zum gleichen Preis wie letztes Jahr – 4% Aufschlag zum Vorjahr musste hingenommen werden. Tür bestellt, Lieferzeit 6 – 8 Wochen und Familien Lenz war voller Vorfreude. Und mitte Juni war es dann tatsächlich soweit, die neue Tür wurde eingebaut. Wow!

Hier eine kleine Vorher- Nachher-Show:

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Soweit, so gut. Nach der anfänglichen Freude und diesem „Ich kann gar nicht oft genug raus und wieder reinkommen” Gefühl hatte man sich an die Tür irgendwann gewöhnt. Und doch war man voller Vorfreude auf die kalte Jahreszeit, weil die alte Tür doch hochgradig undicht war und es in den Flur hinein zog ohne Ende. Der vergangene Winter war wahrlich nicht kalt, und doch lag die niederste Temperatur im Flur vergangenen Winter einmal bei 13 °C. Sogar Regenwürmer schaften es durch die geschlossene Tür in den Flur. Dazu muss man allerdings wissen, dass mein Flur keinen Heizkörper hat. Warum auch immer das in den 1960’ern so gemacht wurde.

Jetzt ist es endlich kalt geworden, nachdem die bisherigen Temperaturen ja nicht auf einbrechenden Winter schließen ließen. Und warum auch immer habe ich heute Vormittag meine Hand unten an den Türrahmen gehalten, jedenfalls spürte ich den von meiner alten Haustür wohl bekannten Luftzug! Aber wie kann das sein? Die Tür ist neu! Aber die Ursache war schnell gefunden: Zwischen Aluminium Rahmen der Tür und dem Kunststoffsockel, welcher die Tür mit dem Boden verbindet, klaffen mehrere feine Löcher durch welche die Außenluft ungehindert ins Innere strömen kann. Bäm!

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Auf einer Breite von 20 – 35 cm zieht es spürbar zwischen den Komponenten der Tür hindurch. Die Undichtgkeit ist teilweise so stark, dass man hindurchsehen kann. Oh, Mann – sowas muss echt nicht sein! Dem Handwerker habe ich heute eine Info geschrieben, mit der Bitte sich die Sache bei uns vor Ort anzusehen und aus der Welt zu schaffen. Hoffen wir mal, dass das ohne Ärger über die Bühne geht. Bisher jedenfalls waren wir sehr zufrieden mit ihm, es geht in keinster Weise darum ihn in Misskredit zu bringen (sonst würde ich auch Namen nennen :)).

Update 14.12.2014

Auf meine E-Mail hin hat sich mein Türbauer per e-Mail gemeldet, dass er in der Woche vor Nikolaus auswärts auf einem Lehrgang sei. Nachdem ich in der vergangenen Woche leider immer noch nichts von ihm hörte, bekam er gestern nochmal eine freundliche Erinnerung mich nicht zu vergessen. Heute dann die Antwort, dass er mit dem Hersteller der Tür in Verbindung steht und noch vor Weihnachten auf eine Antwort hofft. Ich auch. Allerdings sieht es nicht danach aus, als bestünde seine „Lösung“ darin mit einer Silikonkartusche das Problem aus der Welt zu schaffen, wenn er mit dem Hersteller in Verbindung steht. Abgesehen davon hätte ich eine solche Beseitigung nicht akzeptiert.

Bin gespannt, ob der Winter wieder mit kaltem Flur verbracht wird. Kann ich hier irgendwelche Forderungen stellen, wg. erhöhten Heizkosten?

Fortsetzung folgt…

Veröffentlicht in Haus und Hof, Unmut des Tages Getagged mit:
2 Kommentare zu “Neue Haustür, warmer Flur? Nur fast.
  1. thomas sagt:

    Gibt es schon eine Fortsetzung? Unser Haus ist von 1970 und wir haben einen Heizkörper im Flur. Naja sind ja auch 10 Jahre unterschied. So wie die Tür eingebaut ist, muss der Türbauer doch die Lücken gesehen haben. Das ist doch total offensichtlich oder? =)

  2. Hallo Carsten,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Wir wohnen in einem Haus, welches auch ca. 50 Jahre alt ist und mit zwei Haustüren versehen ist. Nun die Haustüren haben mittlerweile ihren Glanz und die Dichtungsebene ihre Funktion verloren. Daher haben wir neue Türen bestellt und jeweils eine robuste Dichtungsebene hinzugefügt. Gut das man im Internet schnell fündig wird.

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