Ein Aufruf gegen ACTA!

Der Februar stand ganz im Zeichen von ACTA.Weltweit sind viele, viele Menschen auf die Straßen gegangen um gegen dieses völlig intransparent ausbaldoverte Geheimabkommen  der Verwertungsindustrie zu demonstrieren. Aber was ist ACTA? So genau wusste das lange Zeit niemand, da dieses Abkommen absolut im Verborgenen ausgehandelt wurde.

Hinter ACTA verbirgt sich der sperrige Begriff Anti-Counterfeiting Trade Agreement zu Deutsch etwas Anti-Piraterie-Handelsabkommen, was nicht weniger sperrig ist. Im groben kann man sagen, dass die Verwertungsindustrie, wie Plattenfirmen und Filmstudios, damit ihre Rechte sichern und durchsetzen wollen, also auf das Urheberrecht abzielt. Im ersten Moment könnte man denken, ist ja legitim. Aber nur solange bis man sich klar darüber wird, mit welchen Methoden diese Rechte durchgesetzt werden sollen. Die Methoden beschreibt ein Video besser als ich es in Worte fassen könnte:

Ja, ich weiß, ich habe dieses Video schon mal gepostet. Aber es ist wichtig und kann nicht oft genug gezeigt werden.

ACTA soll also durch Einführung von staatlichen Überwachungsmaßnahmen sicherstellen, dass Firmen ihre Pfründe nicht unberechtigt davon schwimmen sehen müssen. Wäre es nicht viel sinnvoller das Urheberrecht nicht sinnvoll neu zu gestalten? So, dass die Musiker/Filmemacher/Autoren/$CONTENTERSTELLER und die Verwertungsgesellschaften Geld verdienen und nicht, dass sich die Musiker/Filmemacher/Autoren/$CONTENTERSTELLER ausgenutzt und verarscht vorkommen und die Taschen der Verwertungsgesellschaften immer voller werden. Alle Beteiligten sollten an der Wertschöpfung gleichberechtigt beteiligt sein.

Interessant auch, dass die EU ein Gutachten des eigenen Handelsausschusses unter Verschluss hält, weil dieses die Ratifizierung des ACTA Abkommens im EU Parlament beeinträchtigen könnte.

Auch eine nette Anekdote liefert der Zwist zwischen Youtube und der GEMA. Sony hat sich  beklagt, dass sie Millionenverluste hätten durch die Sperrung von Videos durch die GEMA auf Youtube. Allein dieser Satz zeigt das ganze Dilemma. Die GEMA soll Sonys Rechte vertreten und kollidiert jetzt mit ihren eigenen Kunden, weil diese langsam auf den Trichter kommen, dass sie ihre Geschäftsmodelle ändern/anpassen müssen um weiter Geld zu verdienen.

Es ist also etwas faul im Staate Dänemark.

Aber dagegen kann man aufstehen. So wie bei den Demonstrationen gegen ACTA in den vergangenen Wochen (auch in Ulm!). Oder, und darauf will ich eigentlich hinaus, Ihr zeichnet die Onlinepetition beim Bundestag gegen die Unterzeichnung von ACTA:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=22697

Mach mit! Verteile den Link zur Onlinepetition! Es ist wichtig!

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