Gutes Facebook – böses Facebook?!

Ich habe einen facebook Account. Mit diesem habe ich schon manche netten Momente erlebt, einfach weil man doch alte Freunde virtuell wieder getroffen hat und damit so manch emotionaler Moment ausgelöst wurde. Auf der anderen Seite gebe ich aber auch zu, dass ich nicht so wirklich weiß was ich bei/mit facebook anfangen soll.

Farmville oder sonstiges Gedöns spielen?! Never. Ich war noch nie ein großartiger Spieler (ich bin eher das gefundene Opfer für Spiele(r)).

Massenweise irgendwelche Seiten, Gruppen oder weiß der Scheck was „liken“ (welch furchtbares Wort!)?! Das ist mir eigentlich zu blöd und ich wüsste jetzt spontan auch nicht wirklich, wonach ich da suchen sollte. Auf der anderen Seite fehlt mir definitiv ein »mag ich nicht« Knopf.

Die Timeline (also die öffentlichen Statusupdates meiner „Freunde“) lesen?! Ist mir eigentlich egal. Bei mir steht oben regelmäßig »Neuste Meldungen 300+«. Dann wird runter gescrollt, weil ich die 300+ da oben weg haben will. Zumal viele, um ihren facebook Account mit irgendwas zu füttern, mit ihrem Twitter Feed verbunden haben, denen ich auf Twitter auch folge und ich so das Zeug doppelt lesen muss. Oder sie nutzen facebook nur dafür ihre Blogposts zu pushen (OK, mach ich auch, aber sehr selektiv) und möglichst prominent noch einen Flattr Knopf präsentieren.

Und was stört mich jetzt an Facebook?

Grundsätzlich stört mich, dass man eigentlich immer die aktuellsten Entwicklungen von facebook im Auge haben sollte, um nicht entweder mehr Daten von sich Preis zu geben, als man eigentlich will.  Und welcher gemeine facebook Nutzer hat das schon wirklich im Blick?

Im Prinzip müsste facebook der Alptraum eines jeden Piraten sein, weil wir doch immer dagegen wettern, wenn selbst preisgegebene Daten ungefragt mit Daten anderer verknüpft werden und daraus neue Informationen über einen gewonnen werden. Und doch ist facebook geradezu überlaufen von Piraten und stellen eigentlich das Groß meiner Facebookfreunde dar.

Das eigentlich schlimme dabei ist aber, dass man seine eigenen Daten nicht mehr unter Kontrolle hat, wenn z.B. ein Freund sein E-Mail Adressbuch Facebook zur Verfügung stellt, weil ihm facebook das vorschlägt um neue Freunde zu finden. Oder Bilder von der letzten Party, auf der man sich daneben benommen hat, auf facebook präsentiert werden, und man gleich noch auf dem Bild als man selbst markiert wird und damit alle facebook Freunde diese Info bekommen.

Gut, wirklich neu ist diese Kritik an facebook nicht. Und trotzdem fängt es einen ein. Ich selbst habe schon oft überlegt meinen facebook Account aufzugeben. Mir ist da Twitter lieber, weil einfacher. Eine einzige facebook Freundin hält mich davon ab, da ich den Kontakt nicht verlieren möchte. Nicht dass wir uns täglich schreiben würden, aber ich glaube trotzdem, dass ohne facebook der Kontakt wieder abbrechen würde.

Und was mach ich jetzt?

Meinen facebook Account löschen dürfte eigentlich sinnlos sein. Ich gehe davon aus, dass meine Daten danach doch noch in irgendeiner Art und Weise weiterverwendet werden. Eigentlich bleibt nur noch »Bitte nicht füttern!« übrig.

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