Strassenbahnausbau in Ulm/Neu-Ulm

Der Ausbau des Strassenbahnnetzes in Ulm ist ein Thema, dass die Ulmer schon sehr lange beschäftigt. 1999 wurde der Ausbau zu einem 5-Linien-Netz durch einen Bürgerentscheid in Ulm gestoppt. In der Zwischenzeit wurde die Linie 1 aber bis nach Böfingen verlängert und damit die Gesamtlänge mal eben verdoppelt.

Mit dem Erfolg der Linienverlängerung kam der weitere Ausbau des Strassenbahnnetzes in Ulm wieder hoch. In Ulm sind Linien in die Wissenschaftsstadt auf dem Eselsberg und zu den Schulzentren auf dem Kuhberg geplant. In Neu-Ulm war eine Linie hinaus nach Ludwigsfeld geplant. War deshalb, weil die Linie nach Neu-Ulm/Ludwigsfeld wohl dahingehend nicht rentabel genug sein würde um vom GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz), also Förderung des Bauvorhabens durch Bund und Land, zu profitieren. So ist es in der Südwest Presse zu lesen.

Nun wird in Neu-Ulm auf dem ehemaligen Volksfestplatz an der Europastrasse derzeit die Ratiopharmarena gebaut. Eine Multifunktionshalle mit 6.700 Sitzplätzen bei Sportveranstaltungen und bis zu 9.000 bei Konzertveranstaltungen. Allein durch die Rationpharmarena sollte doch eine entsprechende Auslastung der Strecke möglich sein? Auch wenn i.d.R. mit Konzertkarten der ÖPNV kostenlos genutzt werden kann, wird der Veranstalter doch aber die Infrastruktur des ÖPNV nicht umsonst einfach so benutzen können. Hier werden sicherlich auch die Leistungen entsprechend bezahlt. Auch wenn in der Zwischenzeit 5 Buslinien am Edison-Center Station machen, kann ich mir doch vorstellen, dass die Arena mit eigener Tramhaltestelle attraktiver werden würde. Was nützen mir die Busse, wenn die anschließend im Stau stehen. Die Tram wäre hier, eine eigene Spur vorausgesetzt, sicherlich klar im Vorteil.

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2 Kommentare zu “Strassenbahnausbau in Ulm/Neu-Ulm
  1. stk sagt:

    Einen Schritt hast du ausgelassen: Vor der Erweiterung kam (mehr oder weniger anstelle des 5-Linien-Konzepts) die Flottenerneuerung von den GT4 auf Combinos, die mit Niederflureinstieg, weniger rumgewackel, Klimaanlage und co nicht unwesentlich zur besseren Akzeptanz der Strassenbahn beigetragen haben duerfte.

    • Carsten sagt:

      Da hast du wohl recht. Die neuen Combinos sind, allein schon durch die Niederflurbauweise, wesentlich komfortabler als die alten GT4. Obwohl ich sagen muss, die alten GT4 Wagen hatten einen gewissen Charme. In meiner Kindheit rumpelten die noch mit Anhänger durch Ulm. Und ja sie rumpelten – ich bin an der Haltestelle Magirusstrasse groß geworden und wurde regelmäßig morgens um 5 von der ersten Tram des Tages geweckt. Zugegeben, heute würde mich das wahrscheinlich stören 😉

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