ÖPNV oder das Gesetz der Serie

Ich bin einer der wenigen Irren die täglich den Kampf mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf sich nehmen um zur Arbeit zu gelangen. Und heute war mal wieder so ein Tag der um 6:40 Uhr schon spitze anfing, weil nämlich der bescheuerte Fahrkartenautomat am Erbacher Bahnhof nicht funktionierte. Monatsanfang, ich will eine Monatskarte kaufen – gut dann eben nicht. Ich steige in den Zug ein und wer steht auf als die Türen zu gehen? Richtig, eine Kontrolleurin. Die war aber wider Erwarten sehr freundlich und wusste auch schon von dem defekten Automaten. Nachdem sie mich fragte wohin ich führe, sagte sie, ich solle mir in Laupheim nen Fahrschein am Automaten holen, dort würden sie funktionieren. Der Automat in Erbach ging übrigens nicht, weil die Bauarbeiten in Laupheim irgend ein Kabel kaputt machten, es wäre auch nicht der einzige defekte Automat.

In Laupheim also brav nen Fahrschein gelöst und auf meinen Bus gewartet. Dass der nicht pünktlich kommt, war ich ja schon von letzter Woche gewohnt. Seit letzter Woche sitzt ein neuer/andere Fahrer im Bus, und der hats nicht so mit der Pünktlichkeit. 5 Minuten oder mehr Verspätung sind da schon mal drin. Anschlüsse?! Egal, er muss die ja nicht erreichen.

Heute allerdings kam der Bus erst gar nicht. Der Fahrer dachte wohl, sind ja eh‘ Ferien, da steht eh keiner in Laupheim West und will auch noch Richtung Munderkingen fahren. Tja, denkste, ich hätte gern gewollt. Das wäre ja nicht schlimm, wenn der Takt auf der Linie nicht so beschissen lange wäre – der nächste Bus kommt erst geschlagene 1:15 h später. Also um 7:15 Uhr mal bei Bayer angerufen (Telefonnummer steht im Fahrplanaushang) um zu fragen was los sei. Pustekuchen: »Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an!«

Also auf den Bus um 8:13 Uhr gewartet. Konnte ich schon in Ruhe in meinem Windows 7 Buch lesen. Dann die Busfahrerin gefragt, ob sie die Tour um 7 Uhr auch gefahren sei und warum Laupheim West nicht angefahren wurde. Die charmante Antwort war »Die Runde ist ein Kollege gefahren, ich hatte zu der Zeit Pause.« Na gut.

Als ich dann nach knapp 2 Stunden endlich im Büro angekommen war, dachte ich mir, schreibste eine nette E-Mail an Bayer:

Beschwerde Linie 223 Laupheim – Munderkingen

Dass ich auf diese E-Mail natürlich keine Antwort erhalten habe, dürfte fast schon selbstverständlich sein, oder?

Meine Erfahrung aus den vergangenen Problemen mit dem ÖPNV zeigen es, geht etwas in der „Prozesskette ÖPNV“ schief, dann kommen die Probleme meist im dutzend.

Update 3. November 2010

Ich habe doch noch eine Antwort von Bayer bekommen:

Mal sehen, ob was dabei raus kommt.

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