Parken in Erbach ist schon etwas besonderes

Heute will ich eine sonderbare Geschichte erzählen. Ich wohne in einer Sackgasse mit sowas ähnlichem wie einer Wendeplatte oder -hammer, wie Ihr wollt. Die Straße hat nur einseitig einen Gehweg.  Alle Häuser in der Strasse haben eine Garage, aber es gibt a) Nachbarn mit mehr als einem (sogar welche mit mehr als 2) Autos. Diese Autos stehen also nicht in der Garage sondern entlang des Gehwegs, meist auch mit zwei Rädern auf dem Gehweg, um dem spärlichen Verkehr die Durchfahrt zu erleichtern.

Nun gibt es in Erbach aber auch eine Politesse. Ihr ahnt schon was? Wartet ab.

Seit vier Jahren wohne ich nun hier. In diesen vier Jahren hatten schon einmal das Vergnügen. Damals gab es Knöllchen von saftigen 15 € für alle die mit Ihren Rädern wagten auf dem Gehweg zu stehen. Ich war zum Glück unterwegs, meinen Schwiegervater hat es aber erwischt. Seither setzt er keinen Reifen mehr auf den Gehweg. Ok, parken auf dem Gehweg auf nicht gekennzeichneten Flächen ist eine Ordnungswidrigkeit. Will ich ja auch gar nicht in Abrede stellen. Einzig die Argumentation geht mir gehörig gegen den Strich.

In unser Strasse parken in der Regel fast ausschließlich Anwohner die vor ihren Häusern parken wollen. Die Argumentation der Politesse sieht nun folgender Maßen aus:

  1. Parken Sie auf der Strasse
  2. Verwenden Sie die andere Strassenseite zum parken
  3. Damit haben z.B. Müllentsorgungsfahrzeuge die Möglichkeit über den Gehweg auszuweichen

Hier muss ich nun aber sagen, da werde ich zum Korinthenkacker. Wenn ich mit meinem Wagen nicht mit einer Reifenbreite auf dem Randstein stehen darf, und so dem in unserer Strasse definitiv nicht fließenden Verkehr etwas mehr Platz zu machen und niemanden auf dem Gehweg behindere, dann akzeptiere ich nicht, dass der Müllwagen über den Gehweg durch unsere Strasse fahren soll. Und wenn ich mich morgens um 5:30 Uhr mit dem Kinderwagen vors Haus stellen muss.

Heut war es dann mal wider soweit: Die Politesse machte mal wieder ihre Runde durch unsere Sackgasse. Netter Plausch mit den Anwohner, inkl. der Nachfrage, wem denn so alles die Autos gehören, die auf dem Gehweg parken. Meinen Wagen hat sie nicht beachtet, obwohl mit 3 anderen auf dem Gehweg parkend. Irgendwann verkrümelte sie sich wieder, und meinte:

Ich komme in einer Stunde wieder, solange gibts keine Knöllchen!

Hektig bei den Nachbarn, da zwei Autos jungen Autofahrern gehörten, die am Vorabend im Festzelt waren und (löblicherweise) nicht mehr mit dem Auto nach Hause fuhren. Nach einer Stunde war sie, unbemerkt von uns Anwohnern, tatsächlich wieder da und verteilte Knöllchen. Jetzt kommts aber: Lediglich eines der Autos wurde mit einem Knöllchen bedacht, obwohl alle anderen Autos (OK, ich hatte mich vor meine Garage gestellt) keinen Milimeter bewegt wurden. Unglaublich. Das heutige Knöllchen ist absolute Willkür, da wenn dann alle auf dem Gehweg parkenden Autos eines „verdient“ hätten.

Jetzt noch Bilder. Der blaue Wagen im Vordergrund bekam als einziger ein Knöllchen. Der hinterste Wagen stand genauso auf dem Gehweg, mit identischer Behinderung des Gehwegs. Wirklich unverständlich.

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