Kandidatenkarusell Landtagswahl 2011

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg nächstes Jahr beschäftigt mich nun schon eine ganze Weile. In Baden-Württemberg laufen Landtagswahlen anders als in anderen Bundesländern ab. Das Wahlsystem sieht keine Listen vor und jeder Wähler hat damit auch nicht zwei, sondern jeweils nur eine Stimme. Dies bedeutet auch, dass Landtagswahlen in Baden-Württemberg Personenwahlen sind, da auf dem Wahlschein der Name des jeweiligen Bewerbers für einen Landtagsmandat im Vordergrund steht, die Partei für die er antritt steht kleingedruckt in der zweiten Zeile.

Obwohl der Wähler nur eine Stimme hat, teilt sich die Stimme in Erst- (bzw. Direktmandat) und Zweitmandat auf. Die Stimmverteilung auf den Wahlkreis bezogen nennt sich Erstmandat, die Stimmverteilung bezogen auf den Regierungsbezirk ist das Zweitmandat. D.h. also, der Bewerber, der in einem Wahlkreis die einfache Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen kann erringt das Erst- bzw. Direktmandat und zieht in den Landtag ein, der Rest wird anhand der Stimmverteilung über die Regierungsbezirke vergeben.

Im Ländle haben wir nach derzeitigem Stand 70 Wahlkreise und der Landesverband der Piratenpartei möchte gerne mit 70 Kandidaten in die Landtagswahl ziehen. Aktuell gibt es schon eine ganze Reihe von Kandidaten, die in einer Aufstellungsversammlung bestätigt wurden oder noch aufgestellt/gewählt werden wollen. Diese kommen bisher hauptsächlich aus dem  Bezirksverband Stuttgart. Die anderen Bezirksverbände sind bisher auffällig zurückhaltend.

In Ulm bzw. dem Alb-Donau-Kreis haben wir 2 Wahlkreise, was bedeutet, dass wir 2 Kandidaten aufstellen müssen, wollen wir in beiden Wahlkreisen auf dem Wahlzettel stehen. Sinniger Weise umfasst der Wahlkreis  64 (Ulm) den Stadtkreis Ulm, sowie einige Gemeinden aus dem Alb-Donau-Kreis im direkten südwestlichen Grenzgebiet zum Alb-Donau-Kreis. Der Wahlkreis 65 (Ehingen) umfasst den Rest des Alb-Donau-Kreises. Für beide Wahlkreise wurden Kandidatenvorschläge eingereicht und für den Wahlkreis Ulm wurde ich vorgeschlagen.

Diesen Vorschlag habe ich zur Kenntnis genommen und mich lange Zeit bedeckt gehalten. Dies eigentlich aus mehreren Gründen. Zum einen bin ich mir der evtl. Tragweite der Entscheidung bewusst und kann daher nicht einfach sagen „Na klar, mache ich!“ ohne mir vorher meine Gedanken zu den daraus evtl. entstehenden Konsequenzen gemacht zu haben. Immerhin ist der Job im Landtag mit der kommenden Legislaturperiode vom Teilzeit- zum Vollzeitjob aufgewertet worden. Auf der anderen Seite bin ich für den Stammtisch Ulm schon sehr aktiv und will mich hier nicht unbedingt in den Vordergrund drängen – hier gefällt mir der Grundsatz der Piraten ja sehr gut (Mitmachpartei, jeder kann mit machen). Abgesehen davon fände ich es schade, wenn in Ulm kein Kadidat der Piraten auf dem Wahlschein gelistet wäre, wo wir doch bei der Bundestagswahl in Ulm ein respektables Ergebnis erreicht haben.

Schlussendlich bin ich nun aber zu der Überzeugung gelangt, dass ich mich, sofern die Piraten in Ulm und Alb-Donau mich wollen und unterstützen, als Kandidat für die Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg zur Verfügung stellen werden. Ich habe zwar keine (wirkliche) Ahnung was damit in den nächsten Monaten auf mich zukommen wird, aber man muss sich den Aufgaben stellen. Wie sagt man so schön: An seinen Aufgaben wächst man! Und genau darin sehe ich auch die persönliche Herausforderung für mich und ich bin bereit mich dieser zu stellen.

In diesem Sinne: Arrrgh!!!1elf

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